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Vereinsgeschichte

Spuren der Schützentradition in Eckartsberga

Das Schützenwesen in Eckartsberga blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seine Spuren reichen über Jahrhunderte und sind bis heute in historischen Dokumenten und Bildaufnahmen erhalten. Die 1992 gegründete Großkaliber Schützengilde 1503 Eckartsberga e. V. führt diese Tradition in einem modernen und aktiven Vereinsleben fort.

Chronik

Stationen einer langen Schützentradition

  1. 15. Jahrhundert

    Eckartsberga im Umfeld Wilhelm III.

    Herzog Wilhelm III. von Sachsen (1425–1482) war eng mit der Eckartsburg und damit mit der Geschichte der Stadt verbunden. In seine Zeit reichen auch die frühen Wurzeln des Schützenwesens zurück, das sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens entwickelte.

  2. Ein Schützenhof in Eckartsberga

    Bereits im Jahr 1503 finden sich Hinweise auf einen Schützenhof in Eckartsberga. Dieses frühe Zeugnis der örtlichen Schützentradition lebt bis heute auch im Namen der Großkaliber Schützengilde 1503 Eckartsberga e. V. fort.

  3. –

    Der Dreißigjährige Krieg

    Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Eckartsberga und seiner Umgebung tiefe Spuren. Durchziehende und einquartierte Truppen belasteten die Stadt und das umliegende Land schwer. Für das über Jahrhunderte gewachsene Schützenwesen bedeuteten die Kriegsjahre einen tiefen Einschnitt.

  4. ·

    Neugründung und Schützenhaus auf dem Burgberg

    Im Jahr 1827 wurde die Eckartsbergaer Schützengilde neu gegründet. Zunächst diente den Schützen eine Laube als Domizil, bevor 1872 auf dem Burgberg ein eigenes Schützenhaus entstand.

  5. 75 Jahre Eckartsbergaer Schützengilde

    75 Jahre nach ihrer Erneuerung von 1827 beging die Eckartsbergaer Schützengilde im Jahr 1902 ihr Jubiläum. Eine historische Gruppenaufnahme zeigt die Schützengesellschaft aus diesem Anlass und gehört zu den ältesten erhaltenen Bildzeugnissen des Eckartsbergaer Schützenwesens.

    Eckartsbergaer Schützengesellschaft zum 75-jährigen Jubiläum, 1902.
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    Schützenfeste in historischen Aufnahmen

    Historische Gruppenaufnahmen aus den Jahren 1912 und 1922 geben einen eindrucksvollen Einblick in das damalige Schützenleben in Eckartsberga. Die Aufnahme von 1922 entstand anlässlich des „5. Thüringer Verbandsschießens Eckartsberga“ und erinnert damit zugleich an die überörtliche Bedeutung der damaligen Schützenveranstaltungen.

    Schützenfest in Eckartsberga, 1912.
    5. Thüringer Verbandsschießen in Eckartsberga, Schützenfest 1922.
  7. Hundertjahrfeier und Heimatblatt

    Im Jahr 1927 feierte die Eckartsbergaer Schützengilde das hundertjährige Jubiläum ihrer Neugründung von 1827. Ein Heimatblatt vom 9. Juli 1927 erinnert an dieses besondere Ereignis und ist bis heute als historisches Zeugnis der damaligen Schützentradition erhalten.

    Heimatblatt zur Hundertjahrfeier der Eckartsbergaer Schützengilde, Juni 1927.
  8. –

    Schützenwesen in der Zeit des Nationalsozialismus

    Mit der nationalsozialistischen Machtübernahme ab 1933 veränderten sich auch die Strukturen des deutschen Schützenwesens grundlegend. Die Schützenvereine wurden in die staatlich gelenkten Organisationsstrukturen einbezogen und verloren damit einen wesentlichen Teil ihrer bisherigen Selbstständigkeit. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 endete auch diese Epoche des organisierten Schützenwesens.

  9. –

    Schießsport in der DDR

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestanden die traditionellen Schützenvereine in der DDR nicht in ihrer früheren Form fort. Der Schießsport wurde jedoch unter veränderten gesellschaftlichen und politischen Bedingungen weitergeführt. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Gesellschaft für Sport und Technik (GST), in deren Rahmen auch das Sportschießen organisiert wurde.

  10. Gründung des heutigen Vereins

    Am rief Mario Koch zur Neugründung der Schützengilde auf. Bereits wenige Wochen später, am , kamen die Schützen um 20 Uhr im Rathaussaal zur Gründungsversammlung zusammen. Mit diesem Abend begann die Geschichte der heutigen Großkaliber Schützengilde 1503 Eckartsberga e. V.

  11. 1990er Jahre

    Schützenhaus, Umzug und Aufbau

    Nach der Neugründung fand der Verein zunächst im Alten Schützenhaus ein Domizil. Später erfolgte der Umzug in ein ehemaliges Heizhaus, das die Mitglieder in gemeinsamer Arbeit zu ihrem neuen Vereinsheim ausbauten. Mit viel persönlichem Einsatz entstanden so die Räume, die dem jungen Verein eine neue Heimat gaben.

  12. Fahnenweihe und 4. Schützenfest

    Im Jahr 1996 feierte die GSG Eckartsberga im Rahmen ihres 4. Schützenfestes die Weihe ihrer neuen Vereinsfahne. Gemeinsam mit der Fahne des Umpferstedter Schützenvereins wurde sie durch den Wetzlarer Kreisschützenmeister Walter Knorz geweiht. Vereinsvorsitzender Roland Matthes war zugleich Schützenkönig; Bürgermeister Dr. Weber übernahm die Schirmherrschaft des Festes.

    Zeitungsausschnitt zur Fahnenweihe und zum 4. Schützenfest der GSG Eckartsberga, 1996.
  13. 30 Jahre Schützengilde Eckartsberga

    Drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung feierte die Großkaliber Schützengilde Eckartsberga ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

    Zu den Gästen gehörten unter anderem die Jagdhornbläser des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt. Monika Ludwig, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde An der Finne, richtete anlässlich des Jubiläums Grußworte an den Verein. Gemeinsam mit Mitgliedern und Besuchern wurde das 30-jährige Bestehen der Schützengilde gefeiert.

    Die erhaltenen Aufnahmen und ein kurzer Film vom Salutschießen erinnern an diesen besonderen Tag im Vereinsleben.

    Gruppenaufnahme mit historischer Kanone beim Vereinsjubiläum 2022.
    Salutschießen beim 30-jährigen Vereinsjubiläum 2022.
    Jagdhornbläser beim Vereinsjubiläum 2022.
    Grußworte anlässlich des Vereinsjubiläums 2022.
    Salutschießen zum 30-jährigen Vereinsjubiläum 2022.
  14. Gegenwart

    Die Schützengilde heute

    Heute verbindet die GSG Eckartsberga modernen und verantwortungsvollen Schießsport mit einem aktiven Vereinsleben. Mittelpunkt ist unser Schützenhaus an der Eckartsburg, in dem unsere Mitglieder auf den eigenen Bahnen trainieren und zu Veranstaltungen zusammenkommen. Die lange Schützentradition der Stadt bleibt dabei ein wichtiger Teil unserer Identität – als Verbindung zwischen früheren Generationen und einem lebendigen Verein der Gegenwart.

Quellen

Historische Quellen und weiterführende Informationen

Die Geschichte des Schützenwesens in Eckartsberga ist in historischen Dokumenten, Bildaufnahmen und weiteren zeitgeschichtlichen Quellen überliefert. Die nachfolgenden Quellen und Materialien bilden eine Grundlage für die Darstellung dieser Chronik und ermöglichen zugleich eine weiterführende Beschäftigung mit einzelnen Epochen.

Historische Medienansicht